Modul:

"Das 21. Jahrhundert besser verstehen!" – Ein Mitmachseminar – Ernst Schmachtenberg et al.
 

 

Verantwortung u. Management: Prof. Dr. Ernst Schmachtenberg

 

Ansprechpartner: Lennart Göpfert, B.Sc. (lennart.goepfert[@]leonardo.rwth-aachen.de)

 

Start: 04.04.2019

 

Zeit: Donnerstag, 18:30-20:00 Uhr

 

Ort: H06, C.A.R.L., Claßenstr. 11, 52072 Aachen (Abweichender Raum am 23.05.: IV (1010|141), Hauptgebäude, 1.OG, Templergraben 55)

 

Inhalt und Lernziele

Ein gewaltiger Anspruch! Diese Veranstaltungsreihe hat zum Ziel, die rasanten technischen und gesellschaftlichen Veränderungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu analysieren und besser verstehbar zu machen. Damit soll insbesondere für Studierende eine weitere Möglichkeit geschaffen werden, die eigene Lebensplanung mit den sich ankündigenden zukünftigen Entwicklungen abzugleichen.


Die ersten drei Termine werden genutzt, um in Vorlesungsform umfassend die Situation zu beschreiben. In den darauffolgenden 4 Veranstaltungen werden ausgewiesene Experten in etwa 30-minütigen Impulsreferaten die anstehenden Umbrüche erläutern. Je zwei bis drei Seminarteilnehmende werden zu dem jeweiligen Themenkomplex einen Fragenkatalog erarbeiten, mit dessen Hilfe die anschließende Diskussion mit den geladenen Experten angestoßen werden soll.


Die erste Veranstaltung „Wo stehen wir?“ befasst sich mit der Ausgangssituation der Welt zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Sie beabsichtigt, ein gemeinsames Grundverständnis über den Weg der Menschheit in die Gegenwart zu zeichnen und die wesentlichen Handlungsmuster von Individuen und Gemeinschaften zu verdeutlichen.


In der 2. Vorlesung wird exemplarisch die Beschleunigung der Entwicklung von Wissenschaft und Technik in den Bereichen Informationstechnik und Life Sciences aufgezeigt. So erlangte mit der Digitalisierung die menschliche Gesellschaft neue Werkzeuge des Verstehens und der Steuerung der Welt. Die großen wissenschaftlichen Fortschritte, wie etwa bei der Entschlüsselung des Lebens wurden überhaupt erst möglich, nachdem die Wissenschaft digitale Werkzeuge zur Vermessung und Interpretation großer Datenmengen geschaffen hatte.


In einer dritten Veranstaltung, ebenfalls in Vorlesungsform wird aufbauend und aufsetzend auf den Schriften von Harari die Frage erörtert, vor welchen neuen Herausforderungen die Menschheit im 21. Jahrhundert steht.


Menschen entscheiden sich auf der Grundlage ihrer Erwartungen, Gefühle, Überzeugungen und ihres Glaubens. Je größer die Unsicherheit über die Zukunft wird, umso mehr suchen die Menschen Orientierung in Gemeinschaften, die durch eine gemeinsame Ideologie oder einen gemeinsamen Glauben gefestigt sind. Abgeleitet aus den historischen Erfahrungen wird die Frage erörtert, welche Rolle die Religionen für zukünftige Gesellschaften haben kann (4. Veranstaltung).


Die Medizin wird viele Krankheiten besiegen können. Wann werden wir welche Krankheiten besiegen? Mit welchem Lebensalter dürfen wir zukünftig rechnen? Wird die Frage nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis in den Vordergrund treten. Wird es zu einer Frage des persönlichen Reichtums, wie viel Gesundheit der Einzelne sich leisten und wie lange er sein Leben verlängern kann? (5. Veranstaltung)


Die Arbeitswelt wird wahrscheinlich weitaus stärkeren Umwälzungen unterzogen werden, als es seinerzeit die industrielle Revolution mit der Mechanisierung bewirkte. Wie werden wir diesen Umbruch meistern, ohne an den damit verbundenen gesellschaftlichen Verwerfungen zu scheitern? Welche Rolle wird Arbeit in der Zukunft spielen und welche Form wird sie haben? (6. Veranstaltung)


Und auch die Wissenschaft selbst wird große Veränderungen erfahren: Wer forscht morgen? Wie werden die Maschinen und der Mensch interagieren, um Gewissheit zu erlangen? Erkennen die Menschen oder die Algorithmen? (7. Veranstaltung)


In einem abschließenden Termin werden 3 Gruppen von Studierenden in Form von Seminarvorträgen, die zuvor in der Gruppe erarbeitet wurden, Ihre Sicht zu dem Thema „Zukunft denken“ vortragen, ihre gewonnenen Perspektiven aufzeigen und zur Diskussion stellen. Dazu soll jede Gruppe in einem etwa 15-minütigen Vortrag ihre Sichtweise aufbereiten und in einer darauffolgenden 15-minütigen Diskussion das Vorgestellte vertieft werden.


 

Termine / Programm

 

Einführungen
04.4.19:  Einführung, „Wo stehen wir?“ (Prof. E. Schmachtenberg)
11.4.19: „Die Entwicklung der Informationstechnik und der Life Sciences “ (Prof. E. Schmachtenberg)
25.4.19: Thesen von Harari: 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert (Prof. E. Schmachtenberg)


Vertiefungen
09.5.19: Werden die Menschen auch in Zukunft glauben? (Prof. Paganini, Fak.7, RWTH Aachen) + Studierende            
16.5.19: Medizin morgen (Prof. S. Uhlig, Dekan Med. Fak. RWTH Aachen) + Studierende
23.5.19: Macht die Digitalisierung uns arbeitslos? (Dr. W. Schäffer, Staatssekretär a.D.) + Studierende (Achtung: abweichender Raum: IV (1010|141) (Hauptgebäude, 1.OG, Templergraben 55))
06.6.19: „Wie verändert KI die Wissenschaft – Wer forscht morgen?“ (Prof. Gramelsberger, Humtec) + Studierende


Abschluss
27.6.19: Meine Zukunft denken! Seminarbeiträge von 3 Studierendengruppen, Moderation:  Prof. E. Schmachtenberg

 

Vorgehen/Arbeitsweise

 

0 CP für aktive Teilnahme (Teilnahmenachweis)

2 CP für ausgearbeiteten Fragenkatalog

3 CP für Seminararbeit (10-15 Seiten)

4 CP für Seminararbeit (15-20 Seiten)