Modul

Folter: ein Instrument Staatlicher Gewalt - WS 2017/2018

 

 

Verantwortung: Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. soc. Frank Schneider / Prof. Dr. phil. Max Kerner

Management: Dr. phil. Felix Kampel / Dr. phil. Sanna Schulte

 

Ansprechpartner: Sven Pollmann (sven.pollmann[@]rwth-aachen.de)

 

Kurzbeschreibung:

Folter ist das gezielte Zufügen von psychischem und physischem Leid. Die Aktualität des Themas offenbart sich beispielsweise in Bildern der internationalen Presse aus Gefangenenlagern wie Guantanamo und Abu Ghraib, oder auch in Donald Trumps Ankündigung, Waterboarding erneut zu legalisieren. Nicht zuletzt durch den CIA-Folterreport gelten solche Methoden zur Informationsbeschaffung als höchst umstritten – insbesondere, wenn sie nachweislich durch politische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Interessengruppen zur Anwendung gebracht werden.

 

Im WS 2017/18 möchte das Projekt „Leonardo“ in einem neuen Modul die globale Herausforderung „Folter“ aus der Perspektive unterschiedlicher Experten betrachten. Bei unseren Partnern handelt es sich um RWTH-interne Experten und externe NGO-Akteure, die die Problematik der Folter aus interdisziplinärer Perspektive erörtern und gemeinsam mit den Teilnehmern diskutieren werden.

 

 

Zeit: Dienstag, 18.00 - 19.30 Uhr

Ort: AH VI, Ahornstraße 55, Mies-van-der-Rohe-Str.

Start: 10.10.2017

 

Programm: 

 

10.10.2017         

Prof. Dr. Wulf Kellerwessel (Philosophie)
Folter im 21. Jahrhundert: Eine Einführung


24.10.2017         

Prof. Dr. Smail Rapic (Amnesty International)
Die Arbeit von Amnesty International gegen die Folter: Erfolge und Rückschläge

 

07.11.2017         

Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Dr. phil. Dominik Groß (Medizin/ Geschichte)
Staatliche Gewaltanwendung am Beispiel Dr. Mengeles zur Zeit des Nationalsozialismus

 

21.11.2017         

Dr. Hans Kruschwitz (Literaturwissenschaft)

Ich und Folter in der Literatur: Orwell vs. Kafka

 

05.12.2017         

Prof. Dr. med. Dr. rer. soc. Frank Schneider (Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik)
Lässt sich Folter bewältigen? Einblicke in die menschliche Psyche

 

19.12.2017         

Dr. Sanna Schulte (Literaturwissenschaft)
Jean Amérys Die Tortur: Autobiografisches Schreiben über Krieg und Folter

 

09.01.2018         

Amnesty International
Die Praxis der Menschenrechtsarbeit

 

23.01.2018        

Prof. Dr. Wulf Kellerwessel (Philosophie)
Weshalb Folter sich auch heute nicht legitimieren lässt. Eine Abwägung philosophischer Argumente

 

 

Vorgehen/Arbeitsweise: Bei regelmäßiger Anwesenheit können je nach Erfordernissen der Prüfungsordnung Teilnahme- oder Leistungsscheine erworben werden.

 

Zertifikat ohne CP: Aktive Anwesenheit

 

1 CP: Schriftliche Beantwortung von 10 Fragen aus einem Fragenpool (Vergabe einer Note ist möglich)

 

2 CP: Partnerprotokoll (3-4 Personen) - ohne Note

oder: Schriftliche Beantwortung von 15 Fragen aus einem Fragenpool (Vergabe einer Note ist möglich)

 

3 CP: Schreiben eines Essays (6-10 Seiten) zu einer ausgewählten Fragestellung (Vergabe einer Note ist möglich)

 

4 CP: Schreiben eines Essays (8-12 Seiten) zu einer ausgewählten Fragestellung (Vergabe einer Note ist möglich)