Modul "Globalisierung: Herausforderung oder Chance?"

(Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Bleck – Eisenhüttenkunde / Prof. Christine Roll – Geschichte der Frühen Neuzeit)

 

voraussichtliche Ort und Zeit: Wintersemester 2013/14, Donnerstag 18:00 - 20:00, IEHK R223

(vorbehaltlich Änderungen in der zweiten Septemberhälfte!)

Kurzbeschreibung:

 „Globalisierung“ ist eine allgegenwärtige Thematik, die kontrovers diskutiert wird. Seit gut einem Jahrzehnt wird über Globalisierung viel geschrieben und geforscht; gesellschaftliche Brisanz erlangt sie vor allem als ein ökonomisch definiertes Phänomen, welches die internationalen Verflechtungen wirtschaftlicher Aktivitäten beschreibt. Unabhängig ihres industriellen und ökonomischen, gesellschaftlichen oder kulturellen Inhalts beeinflusst die Globalisierung auch die Politik: Es werden vermehrt internationale Verträge geschlossen und internationale Organisationen gegründet.

 

Um bei allen Teilnehmern für einen identischen Wissensstand zu sorgen, wird zunächst der Begriff der Globalisierung definiert, wobei auch eine historische Betrachtung ihres Auftretens erfolgt. Anhand des Beispiels der Stahlindustrie wird sich der Globalisierung in diesem Seminar auf einer sehr konkreten Ebene genähert: Denn die Stahlindustrie ist eine Schlüsselindustrie für die deutsche Wirtschaft, insbesondere für den Automobilbau, den Maschinenbau und die Infrastruktur. Weiterführend wird über eine neue Form der internationalen Arbeitsteilung nachgedacht. Besondere Brisanz erhält dieses Thema durch den zunehmenden internationalen Druck auf Kernbereiche der deutschen Exportindustrien. Industrielle Standortüberlegungen müssen diesbezüglich angepasst werden. Im Seminar werden daher Veränderungen der industriellen Wertschöpfungskette analysiert, harte und weiche Standortfaktoren verglichen und so die Chancen und Probleme der Globalisierung in einem Disziplinen-übergreifenden Dialog herausgearbeitet.

 

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende der geistes- und sozial-wissenschaftlichen sowie der natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen und soll in einem interdisziplinären Dialog Aspekte gesellschaftlichen und ökonomischen Handelns beleuchten. Studierenden ab dem 3. Studiensemester wird Priorität vor denen des 1. Studienjahrs eingeräumt.

Vorgehen/Arbeitsweise:

Jeder Sitzungstermin beleuchtet einen Aspekt des Seminarthemas. Professoren und ausgewählte Gastdozenten halten einführende Vorträge und stehen dann für eine anregende Diskussion zur Verfügung.
 
An zwei Terminen werden Gruppendiskussionen zum Thema Globalisierung abgehalten. Grundlage dieser Diskussionen werden zuvor von den Teilnehmern bearbeitete Texte sein, welche anhand von Leitfragen die Grundthemen der Gruppendiskussion vorgeben.  

 

Als besonderes Highlight wird eine Exkursion nach Lüttich stattfinden.

 

Zu jeder Sitzung verfasst eine Gruppe von Studierenden ein Protokoll (2-4 Seiten inkl. Glossar). Dabei soll nach Möglichkeit jede Gruppe mit geistes- und ingenieurwissenschaftlichen Studierenden durchmischt sein.

 

Am 14.11. findet Nachmittags eine Exkursion nach Lüttich statt. Die Teilnahme ist für alle Seminarteilnehmer verpflichtend.