Center for Wind and Earthquake Engineering, RWTH Aachen
Lehrstuhl für Internationale Beziehungen, RWTH Aachen
Start
29.04.2026
Zeit
Ort
China scheint derzeit allgegenwärtig und prägt zahlreiche Themen, Probleme und gesellschaftliche Diskurse. Mit dem wirtschaftlichen Erstarken Chinas in den letzten 30 Jahren wächst auch das politische Selbstbewusstsein. China vertritt auf der weltpolitischen Bühne immer energischer seine eigenen Interessen und Ansprüche. Dies führt zu wachsenden Spannungen sowohl mit den Nachbarstaaten des indopazifischen Raums als auch mit dem Westen, mit dem ein von beiden Seiten postulierter, zunehmender sozioökonomischer, wie politischer Systemwettbewerb herrscht. Gleichzeitig können aufgrund der Größe und Bevölkerungszahl Chinas sowie der internationalen wirtschaftlichen Interdependenz globale Krisen und Herausforderungen wie der Klimawandel nur in Zusammenarbeit mit China erfolgreich begegnet werden.
In den Veranstaltungen dieses Moduls werden wir Chinas Traditionen und Werte, aber auch seine Politik und Wirtschaft näher beleuchten. Dabei gehen wir auf aktuelle Themen wie die neue Seidenstraße, Umweltschutz, andauernde Handelsstreitigkeiten oder die diskussionswürdige Menschenrechtssituation ein, werden aber ebenso die über lange Zeit gewachsene Verbindung der RWTH mit China betrachten. So hat die RWTH beispielsweise ein Doppelmasterprogramm mit der chinesischen Eliteuniversität Tsinghua University in Peking und ein gemeinsames Forschungslabor (Joint Research Laboratory). Die über 2800 chinesischen Studierende stellen an der RWTH Aachen die mit Abstand größte Gruppe unter den internationalen Studierenden. Die Veranstaltungsreihe wird darüber hinaus durch diverse Gastvorträge die Möglichkeit bieten, sich mit Expert*innen über die einzelnen Themen auszutauschen, sodass auch stets das Einbringen studentischer Beiträge möglich und erwünscht ist.
Die Studierenden sollen ein grundlegendes Verständnis für die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in China entwickeln, einschließlich des Zusammenhangs zwischen dem wirtschaftlichen Aufstieg Chinas und seinem politischen Selbstbewusstsein auf der globalen Bühne.
Die Studierenden sollen die globalen Auswirkungen der zunehmenden weltpolitischen Präsenz Chinas verstehen, insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen und Spannungen im indopazifischen Raum und den Westen. Dabei sollen sie auch die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit bei der Bewältigung globaler Krisen wie dem Klimawandel erfassen.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.
29.04.2026
06.05.2026
Ein neues Narrativ für China
Prof. Dr. Kai-Uwe Schröder
Institut für Strukturmechanik und Leichtbau, RWTH Aachen und RWTH-Rektoratsbeauftragter für die Zusammenarbeit mit dem Land China
13.05.2026
20.05.2026
11.06.2026
(Donnerstag)
17.06.2026
Der US-Chinesische Chip War
Alexander Breuer
IPW, RWTH Aachen
24.06.2026
China’s Strategie zu Klimaneutralität und technologischer Führung
Prof. Dr. Frank Kemper
Center for Wind and Earthquake Engineering, RWTH Aachen
01.07.2026
08.07.2026
Die neue Kritikalität von Hafeninfrastrukturen: eine politische Neubewertung chinesischer Investitionen in Europa
Johanna Fellbrich
Institut für Raumplanung, TU Wien
15.07.2026
Je nach Studienordnung, Lehrveranstaltung und Leistung können Credit Points durch eine Teilnahme erworben werden.
Leistungsnachweis
Protokoll mit Analyse (2 CP, unbenotet)
Fragenkataloge (3 CP, benotet)
Hausarbeit (4 CP, benotet)
