Die Anmeldung findet über RWTHonline statt und ist vom 01.09.2026 bis zum 04.10.2026 möglich. Weitere Informationen zum Anmeldeprozess können den FAQs entnommen werden.
Alle Studierenden können an einer Lehrveranstaltung teilnehmen. Sie können zwei Präferenzen angeben. Hierfür nutzen Sie bitte die Prioritäten „hoch“ und die direkt darunterliegende. Für eine Anleitung klicken Sie bitte hier. Wenn Sie am Ende des Zuordnungsverfahrens keinen Platz erhalten haben und trotzdem an einer Teilnahme in einer Lehrveranstaltung interessiert sind, kontaktieren Sie bitte sibel.yildirim@ipw.rwth-aachen.de.
(Wenn Sie Probleme bei der Anmeldung haben, melden Sie sich bitte bei Frau Sibel Yildirim (IPW) unter Angabe Ihrer Matrikelnummer: sibel.yildirim@ipw.rwth-aachen.de. Bei allgemeinen Fragen zur Lehrveranstaltung wenden Sie sich bitte an die unten angegebene Ansprechperson.)
Wir freuen uns über Fragen und Anmerkungen. Hier können Sie Kontakt zu uns aufnehmen! (Projekt „Leonardo“ gibt es auch auf Facebook und Instagram)
Lehrstuhl für Technik & Gesellschaft
Start
29.10.2026
Zeit
Donnerstag, 18:30 – 20:00 Uhr
Ort
Käte Hamburger Kolleg Kulturen des Forschens
Der diesjährige Karlspreisträger Mario Draghi hat eindrücklich darauf verwiesen, dass Europa seine Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit in einem zunehmend umkämpften globalen Umfeld stärken muss. Dies erfordert nicht nur Investitionen, sondern auch Institutionen, die Talente, Innovation und den freien Wissensaustausch fördern. Wissenschaftsfreiheit bildet hierfür eine zentrale Voraussetzung. Sie ist Grundbedingung für kritisches Denken, intellektuelle Vielfalt, internationale wissenschaftliche Kooperation und offene demokratische Diskurse. Eine resiliente Forschungslandschaft und die langfristige Innovationsfähigkeit Europas sind ohne Wissenschaftsfreiheit kaum denkbar.
Jedoch ist die Wissenschaftsfreiheit gegenwärtig erheblich unter Druck geraten. Der academic freedom index verdeutlicht unmissverständlich, dass Wissenschaftsfreiheit nicht nur ein hohes Gut in liberalen Demokratien darstellt, sondern zugleich auch von vielen Seiten gegenwärtig ins Visier genommen wird. Selbst im Ursprungsland moderner Demokratien und Taktgeber ihrer Entwicklung, den Vereinigten Staaten von Amerika, erlebt die Wissenschaftsfreiheit in der Zwischenzeit wesentliche Einschränkungen.
Aber auch hierzulande zeigen sich Risse. Dazu gibt das so genannte „Regierungsprogramm“ der AfD für Sachsen-Anhalt ein eindrückliches Beispiel, welche Taktiken und Strategien zur Einschränkung von Wissenschaftsfreiheit genutzt werden. Es hat sich hierzu in der Zwischenzeit geradezu ein Repertoire und Drehbuch bei äußerst rechten Parteien herausgeschält. Paradoxerweise lautet sogar die Rhetorik, dass die Wissenschaft zu sich selbst zurückgeführt werden müsse – eben mit politischen Mitteln, was letztlich eine mehr oder weniger massiver Einschränkung von Wissenschaftsfreiheit bedeutet. An dieser Stelle setzt das Modul an.
Das Modul „Wissenschaftsfreiheit – ein europäischer Summit“ gliedert sich in drei Teile.
1) In einem ersten Workshop wird die Besonderheit von Wissenschaftsfreiheit als ein Grundrecht in liberalen Demokratien in den Blick genommen. Diese Einbettung macht die Wissenschaftsfreiheit und deren jeweilige Förderung bzw. Einschränkung zu einem präzisen Indikator für den Zustand von Demokratien. Die Teilnehmenden werden in intensiven Diskussionen über Strategien zur Förderung der Wissenschaftsfreiheit, der Demokratie und der europäischen Zusammenarbeit debattieren.
2) Zweitens erhalten Studierende die Gelegenheit, am Freedom of Research Summit teilzunehmen. Dieser behandelt unter dem Titel „Academic Freedom, Innovation & Democratic Resilience” die politischen und institutionellen Bedingungen für ein akademisch offenes und zugleich wettbewerbsfähiges Europa. Der öffentliche Teil des Summit, ein Symposium und eine Abendveranstaltung am 5. November 2026, wird gemeinsam von der Karlspreis-Stiftung und dem Knowledge Hub sowie dem Käte-Hamburger-Kolleg: Cultures of Research (c:o/re) der RWTH Aachen organisiert. Das Programm des Summit, der aus Vorträgen und interaktiven Formaten mit renommierten internationaler Kolleg:innen besteht, wird bei seiner Veröffentlichung im Leonardo-Programm bekannt gegeben. Weitere Informationen finden Sie hier.
3) Drittens werden in einem gemeinsamen Reflexionsworkshop gegenwärtige und künftige Herausforderungen für die Forschungsfreiheit thematisiert und mögliche politische Strategien diskutiert.
Wichtig: Die Veranstaltung findet vollständig auf Englisch statt.
Am Ende der Lehrveranstaltung sind die Studierenden in der Lage …
29.10.2026
18:30 – 20:00 Uhr
Workshop
05.11.2026
(ganztägig)
FoR Summit
19.11.2026
18:30 – 20:00 Uhr
Workshop
Je nach Studienordnung, Lehrveranstaltung und Leistung können Credit Points durch eine Teilnahme erworben werden.
Leistungsnachweis
Teilnahmebescheinigung (0 CP, unbenotet)
Protokoll mit Reflexion (2 CP, unbenotet)
Hausarbeit (4 CP, benotet)
